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2020 03 Aktien NachKategorie 1

Welche Anlageklassen verloren in der Aktiengrippe am wenigsten ?

Wenn die Aktienmärkte so massiv verlieren, fragt man sich, welche Regionen, Branchen es am wenigsten oder am meisten trifft ? Sind das die besten Empfehlungen für neue Investitionen ?

In diesem Beitrag wird die durchschnittliche Wertentwicklung von in Deutschland zugelassen Fonds und ETF seit Ende Dezember 2019 bis einschliesslich Freitag, den 13.3.2020 betrachtet – währungs-bereinigt, in Euro:

  • Die Zinsen sind in Euro über alle Laufzeiten bei etwa -1%, sogar die 30 Jährigen lagen zeitweise bei -0.85%. Dass sie am langen Ende wieder auf 0.55% gestiegen sind, ist ein gutes Vorzeichen.
  • Rentenfonds in Euro haben im Schnitt um 3% zugelegt.
  • Edelmetallfonds lagen im Schnitt bei -1.5%, Rohstofffonds wegen des Ölpreis-Verfalls bei -15%.
  • Alternative Anlageklassen, wie Long/Short, Event Driven, Arbitrage pendeln zwischen 0% und -5%. Bei Vola-Strategien sind die Ausschläge stärker ausgeprägt, die Fonds liegen zwischen -15 und +20% ! Das muss man sich genauer ansehen, wenn die Volatilitäten wieder ruhiger geworden sind.

Viel interessantere Details lassen sich bei den Aktien beobachten: Welche Sektoren oder Regionen haben noch das meiste Vertrauen des Marktes behalten oder verloren ?

  • Am besten mit -8% bis – 14% schnitten die Regionen China, Hong Kong, Taiwan und Asien-Pazifik (ohne Japan) ab. Sie gehörten in den letzten 3-5 Jahren aber auch zu den Verlierern, insofern ein Anzeichen für einen evtl. bevorstehenden Turnaround ? Da sollte man sich auch die fundamentalen Daten ansehen.
  • Aktien Fonds mit den Themen Biotechnologie, Gesundheit, Ökologie und Technologie haben „nur“ 16%-18% verloren. Und sie gehörten in den vergangenen Jahren immer wieder zu den Gewinnern. Über 12 Monate liegen sie kaum im Minus.
  • Indirekte Immobilien (REIT) Investments liegen mit -15% bis 20% im Minus, besser als die großen Indizes – in der Finanzkrise sahen sie viel schlechter aus.
  • Bei den Regionen liegen Russland, Osteuropa und Latein Amerika ganz hinten. Da ist auch fundamental im Moment wenig Hoffnung.
  • Bei Themen halten die Energie-Aktien die rote Laterne, aber Jens Erhardt sagt im Interview, mit den Langweilern sollte man sich besser beschäftigen. Die Strom Versorgung hat in der Zukunft viel mehr Gewinnsteigerungspotenzial.

Auch wenn der deutsche Aktienmarkt noch auf um die 7.000 Punkte im DAX korrigieren kann, sind das ab heute Nachmittag (8.300 Punkte im DAX) „nur“ noch -16% – da darf man sich schon leicht optimistisch zeigen und investieren. (Habe ich auch umgesetzt.) Es ist schliesslich mehr Potenzial nach oben, als nach unten und perfektes Timing ist immer zufällig. Sehr sachlich argumentiert, ist absehbar, dass diese erste Pandemie des neuen Jahrtausends noch ein eher leises Ende finden wird. Sie wird zwar weltweit maximal medial begleitet und von der Politik mit großen Worten orchestriert, die Umsetzung ähnelt aber sehr stark einer Feueralarm-Übung. Dieser Aufwand ist – sachlich betrachtet – gut investiert, eine Vorbereitung auf künftige Pandemien. Falls dann irgendwann irgendwo ein viel tödlicherer Corona-ähnlicher Virus mit ebenso langer Inkubationszeit entsteht, wird ein breiter gesellschaftlicher Konsens zur Bekämpfung gebraucht. Das ahnen auch die Märkte und daher wird die Aktien-Erholung vorsichtiger aufwärts gehen, wie die Aktiengrippe seit dem 19. Februar die Kurse abwärts schickte.

Aus der Historie der letzten Krisen weiss man, dass eine Krise immer eine zweite nach sich zieht, mit andere Worten: Im Rahmen einer breiten Erholung an den Aktienmärkten werden Kollateralschäden zu Tage treten. Anti-Globaliserung und Ölpreis-Rutsch können zwei Auslöser für tiefere Krisen in bestimmten Regionen sein, die an der Erholung nicht partizipieren. Es wäre eher waghalsig, die besten Gewinner und Verlierer nach Regionen zu erraten und z.B. auf China oder USA oder Europa zu setzen. Wir haben die genannten, nachhaltigen Themen, wie Gesundheit, Wasser, Bio- Technologie oder Energie unabhängig bewertet, um das erste Investment in dieser Krise zu tätigen.

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