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Devisenfutures – reloaded

Die Deutsche Börse AG hat die Devisenhandelsplattform 360T übernommen. Die Idee, über die Deutsche Börse AG zu schreiben, ist schon lange unser Anliegen. Nur der Anlass fehlte. Letzte Woche haben wir den Vortrag von Carsten Kengeter in Frankfurt zur Kapitalmarktunion gehört. Endlich mal ein Banker an der Spitze der Börse, dem Technologieunternehmen schlechthin, das seine IT-Hausaufgaben besser als jeder andere Konzern in Deutschland seit nunmehr zwei Jahrzehnten effektiv bewerkstelligt. Das kontinuierliche Wachstum der Börse an allen anderen Marktbetreibern weltweit ist eindrucksvoll, die Grundlagen wurden u.a. von Werner Seifert gelegt und ein Weile hatte man den Eindruck, egal wer nach ihm an der Spitze der Deutsche Börse AG steht, die Uhr tickt weiter wie zuvor. Eine zeitlang wurden die Potenziale bei weitem nicht genutzt, insbesondere im Clearing hat man jahrelang die falsche Strategie verfolgt – aus Unkenntnis der Marktgegebenheiten.

Nun tut sich aber wieder etwas, Kengeter hat am 23.7. in einem klar strukturierten Vortrag seine Vorstellung von der Kapitalmarktunion dargelegt, wichtige Akteure am Markt herausgehoben und deutlich auf entscheidende Rahmenbedingungen hingewiesen, ohne ins Visionäre auszuschweifen. Der Mann erscheint gerne auch vor seinem Frankfurter Publikum, zumal in der Börse selbst, was evtl. seine Geduld leicht herausgefordert hat – angesichts der vielen Projekte, die er sonst noch im Auge hat.

Der innovative Broker 360T macht für die Deutsche Börse AG absolut Sinn, die bisher nicht glaubte, im Bereich der Devisenfutures gegen die Banken auch nur ein Einziges Produkt platzieren zu können. Nun sind die Mitarbeiter der Deutsche Börse AG, bzw. der Eurex gefordert, aus den Zutaten ein Lunch zu bereiten. Die Belegschaft muss nun liefern, sie kann es auch. Die Kampfansage des neuen Chefs wird in Chicago bei der CME nicht überhört werden – hier tut sich was. Nicht nur Expansion in Richtung Asien, sondern auch in neue Assetklassen ist mehr als überfällig.

Da sind ja noch die Rentenmärkte. Die Investment-Banken haben hier das Trading beim 0%-Zins schon aufgegeben, das ist die Chance für die Börse, hier nun ein für alle Mal die Liquidität in den richtigen Händen zu bündeln kommt so schnell nicht wieder. Natürlich steht die Tür für die Börse an den Rentenmärkten nicht weit offen, aber der neue Vorstand Kengeter ist eine gute Besetzung. In seinem Vortrag in der Börse hat er – wenn auch in anderem Kontext – schon gesagt, wie man Mittelstandsanleihen aus ganz Europa zu einem für Privatanleger attraktiven (und vermutlich auch seriöseren) Segment machen kann: Ratings auch von neuen Agenturen wie Euler-Hermes, Scope und Feri und breite Indizes – und letztlich ETFs auf diese.

Die Aktie der Deutsche Börse AG bleibt attraktiv und es bleibt spannend, was als nächstes kommt.

Glückwunsch auch an die früheren Kollegen um Carlo Kölzer – well done.

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